Die Nordinsel
1 08 2010So nun sitzen wir gerade im Bus nach Santiago und ich finde endlich mal Zeit den zweiten Teil von unserer Neuseeland Rundfahrt zu verfassen. Also für alle die schon brennend darauf gewartet haben wie es denn so weiterging mit unserer Reise kommt nun mein Bericht über die Nordinsel.
Spannend nicht war ???!!!???.

Wieder mal eine Fähre!!!
Am Hafen von Wellington angekommen machten wir uns sogleich auf die Suche nach unserem Guesthouse. Leider erwies sich diese Aufgabe als kleines Rätsel, da die Karten die wir von Wellington besaßen nicht viel her gaben und mein normalerweise guter Orientierungssinn mich an diesem Tag total im Stich ließ. So machten wir erstmal eine ungeplante Stadtrundfahrt bevor wir nach etlichem nachfragen die Mona Lodge fanden, die wunderschön am Meer lag. Hier wurden wir sehr nett von Christian einem Deutschen der hier während seiner Reise Arbeit fand in Empfang genommen und in alles eingewiesen. Und was wir gleich verraten wollen, die Mona Lodge ist in unserer Top 5 der Hostels in denen wir nächtigten auf der Reise. Die Küche war riesig und bestens ausgestattet, die Bäder ein Traum und das Zimmer ein kleines Zuhause. So ließen wir uns erstmal nieder, bevor wir uns aufmachten zurück in die Stadt die zwanzig Minuten mit dem Auto entfernt lag.

Die wichtigste Regel !!!
In Wellington ging es dann sogleich zum TePapa Museum in dem wir die nächsten zweieinhalb Stunden verbrachten und dabei gerade einmal die obersten zwei Stockwerke erkundeten, in denen es alles über die Historie von Neuseeland und der polinesischen Einwanderer zu erfahren gab. Es macht mich immer ein wenig traurig wenn ich sehe wie anspruchsvoll aber zugleich locker die Museen in englischsprachigen Ländern sind und wie unterhaltsam alles dargestellt wird, da können sich die Museen in Deutschland nicht damit messen, was echt schade ist. Danach schlenderten wir noch ein bisschen durch die Innenstadt und aßen in einem Indischen Restaurant zu Mittag bevor wir uns wieder aufmachten zurück zur Lodge. Auf dem Weg stoppten wir noch um unsere Vorräte aufzufüllen. Im Hostel angekommen machten wir es uns gemütlich und kochten uns ein leckeres Abendessen. Beim Essen hatten wir dann noch eine nette Unterhaltung mit einem deutsch-amerikanischen Ehepaar, dass mit den amerikanischen Eltern und dem Bruder unterwegs waren. Dabei gab es sehr viel über die Eigenheiten der verschiedenen Nationen zu lachen und zu staunen (der besondere Tipp: „Nothing for Ungood“ ein Buch eines Amerikaners der in Deutschland lebte). Zum Abschluss kuschelten wir uns in unser Bett und genossen die Nacht in einem Zimmer mit allen Annehmlichkeiten. Den nächsten Tag schliefen wir erst einmal aus und frühstückten im Anschluss ausgiebig. Dann ging es wieder nach Wellington ins TePapa wo wir wieder über drei Stunden brauchten bis wir den Rest dieses tollen Museums in Augenschein genommen hatten. Dabei ging es auf eine Reise durch Neuseeland, von der Natur, über die Tierwelt und Umweltproblematiken, bis hin zu den Geschichten der aktuellen Einwanderer aus den Krisengebieten dieser Welt. Leider war die Informationen so übermäßig dass man irgendwann nicht mehr aufnehmen konnte. So machten wir uns mit leicht brummenden Schädeln (nee, so schlimm war es nicht!!!) auf in die Innenstadt in der wir noch eine Weile umher streiften und einen Kaffee tranken. Abends kochten wir wieder ein leckeres Essen und hatten mit den anderen Reisenden viel zu erzählen.
Ja und schon mussten wir unser schönes Zimmer räumen und zurück auf die Straße. Leider hatten wir gar keinen rechten Plan wo hin und dazu war das Wetter eindeutig gegen uns seit wir die Südinsel verließen. So entschieden wir spontan nach Palmerston North zu fahren der nächstgelegenen Großstadt. Hier gönnten wir uns ein wenig Fastfood und gingen danach mal wieder ins Kino, wo wir uns von Inception ganz schön verwirren ließen. Ein wenig ermüdet ging es wieder zum Camper und weiter in Richtung New Plymouth. Zum Schlafen machten wir in der Nähe von Bulls auf einem Privatcampingplatz halt, wo wir ganz alleine waren und bleiben sollten.
Nach dem erwachen auf dem abgelegenen Campingplatz am See und einem tollen Frühstück, wollten wir uns wieder weiter auf unseren Weg machen. Leider wie schon zu erraten nach dem Vorsatz, wollten wir, aber konnten nicht.

mhhh Matsche
Denn unser Camper steckte auf der nassen Wiese fest („ahh das Teil hat Heckantrieb!!!!“) und es ging nichts mehr, dazu kam dass die Besitzer des Platzes ausgeflogen waren und weit und breit nur Acker um uns herum was. So machte ich mich überall auf dem Grundstück, auf die Suche nach nützlichem Werkzeug und nach dem auffinden eines Spatens, Brettern und Kies versuchten wir unser Glück und starteten die Aktion „Die Bergung eines Toyotas“ . Und nach eineinhalb Stunden schieben, graben, unterlegen, schieben und versuchen, schafften wir es endlich mit der Hilfe eines jungen Paares die vorbei kamen um ein Boot zu Testen den Wagen wieder auf den Schotter zu manövrieren („yeahhh!!! Frühsport tut ja so gut!!!“). Nun konnte es weitergehen auf den Straßen von Neuseeland in Richtung New Plymouth unserem nächsten Ziel.

so schön sehen Vulkane aus
In New Plymouth parkten wir erst einmal unseren Bus und gingen zur Touristeninfo wo wir uns darüber informierten wo es den einen kostenlosen Parkplatz gibt. Dort wurden wir gleich wie gewohnt freundlich begrüßt und zu unserer Überraschung wurde uns gesagt dass man am Hafen über Nacht parken kann und dort sogar öffentliche Toiletten vorfindet („ach Neuseeland ist so Besucher freundlich!!!“). Danach streiften wir durch die Innenstadt, aßen eine Kleinigkeit und kauften für den Abend Kinokarten. Wir genossen den Sonnenuntergang am Hafen, aßen einen Snack im Camper und machten uns auf zum Kino, wo wir bei einer guten Flasche Wein den schlechtesten Film seit langem ansahen, Predator. Nächsten Tag ging es gleich nach dem Frühstück ins Schwimmbad, wo wir im Whirlpool die müden Knochen entspannten („mei ist Weltreisen hart!!!“) und im Wellenbad planschten. Anschließend hieß es Mittagessen und ab ins Museum, indem wir mehr über die prähistorische Vergangenheit der Gegend und der Konflikte zwischen Siedlern und Maoris erfuhren („aahh Geschichte macht mich immer so Müde!!!“). Wo waren wir gerade???, ach so Museum!!!, ja genau und wie soll es anders sein, wir gingen zurück zum Camper und relaxten bevor wir zu Bett gingen. Leider wurde unsere Nachtruhe mehrmals gestört, da die Jugend der Gegend wohl am Wochenende gerne am Hafen vor glüht und mit den Autos umher heizt („ach da kamen doch gleich Erinnerungen an meine Zeit auf dem Dorf hervor!!!“). Naja zum Glück hielt der Spuk nicht ewig, und so fanden wir denn doch noch die ersehnte Nachtruhe. Ja und Schwupps waren 2 Tage schon wieder herum und es ging weiter in Richtung Mitte immer den Vulkanen entgegen.
Eine lange, große, weite Strecke legten wir zurück bis wir spät Abends im Nationalpark ankamen: “Welcher NP???, keine Ahnung, einfach Nationalpark, vielleicht ja der Tongariro NP!?! Verwirrt, ja wir auch so langsam, aber da muss man halt durch, also wieder zurück zur Geschichte“. Zum schlafen hielten wir im Nationalpark Village :“ haa ein Brüller NP Village!!!!“. Mit dem Ski Haus trafen wir eine gute Wahl, denn erstens konnten wir in diesem Hostel alle Indoorbereiche nutzen mussten aber nur für den Parkplatz bezahlen, da wie trotz Eisesskälte und Schnee im Camper schliefen. Außerdem buchten wir für den nächsten Tag auch gleich unsere Tour zum Tongariro Crossing, einem der besten Eintagestracks des Landes. So mussten wir früh morgens aufstehen und uns so gut wie alles anziehen was wir hatten, um den Tag warm zu überstehen.

mhhh Vulkan
Im Tourbüro bekamen wir dann noch Überhosen, Steigeisen, Pickel und so was wie Stulpen verpasst („keine Ahnung wie die Dinger heißen???, sie sollen aber dafür sorgen dass man sich mit den Steigeisen nicht die Beine aufschlitzt!!!cool!!!“). Nun konnte es ausgestattet wie Reinhold M. losgehen mit unserem Trip zu den Vulkanen, erst mit dem Bus zu den Bergen und dann Stück für Stück durch Herr der Ringe Landschaft den Berg hinauf. Ja und schon standen wir inmitten von Schnee am Fuße eines immer mal wieder aktiven Vulkans. Zum Glück versicherte uns die Bergführerin dass weg rennen im Ernstfall wohl nicht viel bringen würde und wir wohl als Grillhändle enden würden, shit happens könnte man dann passend auf unsere Urne schreiben. „Ja Mama ich weiß über so etwas macht man keine Scherze“

Spuren im Schnee
Aber wie ihr ja wisst ging alles gut und so stiegen wir nun im Schnee mit Steigeisen und Pickel bewaffnet weiter den Bergkamm hinauf. Am höchsten Punkt der Tour angekommen drehte leider das Wetter und Wolken zogen passend zum Lunch über uns drüber und hüllten uns Minuten später schon ein. In Wolken und bei eisigem Wind, auf Vulkan warmen Boden beendeten wir unseren Snack und machten uns wieder auf zum Abstieg, bevor der stärker werdende Wind uns ganz vom Berg blies.
Die Tour von insgesamt 16 Kilometern (3-4 davon mit Steigeisen) war eine unserer besten Erfahrungen bis jetzt, unglaubliche Aussichten, tolle Natur, gute Gruppe und trotz meiner Erkältung hatten wir mal wieder unseren Körper gefordert, ein Erlebnis der besonderen Art.

Gipfelstürmer
Zurück hieß es Wäsche waschen, heiß Duschen und Fastfood kaufen „ja dass ham wir uns verdient!!!“. So erzählten wir noch bis spät Abends mit der netten Besitzerin bei ein paar Gläsern Wein über Gott und die Welt und genossen dass warme Kaminfeuer.
Ja und schon wieder weiter weiter, denn uns läuft so langsam die Zeit weg, bis zum Abgabetermin von unserem Auto. So blieb uns wenig Zeit für das tolle Gebiet der Thermalquellen zwischen Hamilton und Rotarua. Nur in Rotarua machten wir für eine Nacht Stopp und konnten auf dem Platz in einer Thermalquelle entspannen, besonders da wir ganz alleine waren (ohhhhh!!!). Ja mehr machten wir hier eigentlich nicht, da der Besuch des großen Geysiers 40 Dollar kosten sollte und dass wohl voll der Wahnsinn ist.

Panorama
Aber wir haben einen Tipp für euch: Burgerfuel, die wohl beste Burgerbude der Welt, mit den abgefahrendsten Zusammenstellungen (mhhhhh!!! Fleisch!!!!).
Ja letzter Stopp oder besser letzte Ausfahrt Auckland!!!!!!
Und hier waren wir am Ende des Roadtrips Neuseeland in der größten Stadt des Landes, der heimlichen Hauptstadt. Hier gab es wieder alles was man von einer Großstadt erwartet, Shopping, Entertainment, Kultur,etc.

Vulkan mit Deutschen
Also füllten wir unsere Ausstattung auf für Südamerika (jaaa!!!! Winterschlussverkauf!!!!), gingen ins Kino, schauten uns ein Musical an (The Asassins war wirklich ein toller Abend und mal wieder was anderes!!!) und verbrachten einen halben Tag im tollen Museum, wo nochmals alles über die Geschichte Neuseelands von früher bis heute zu sehen war. Und dazu noch viel, viel, viel zu viel mehr über dieses einmalige Land und seine Bewohner, in toller Optik und immer wieder anders. Abends kochten wir uns dann noch Leckeres und hatten nette Gespräche über die Welt mit Leuten aus Australien, England, den Staaten und sonst wo!!!

Museum
Dass war es nun mit Neuseeland!!! Ich hoffe ihr habt es genauso genossen wie wir!!!! Aber alles lesen nützt nichts!!!! Kommt selbst hier und schaut euch diesen einzigartigen Fleck der Erde an!!!!!
Es ist einfach ein Wooow and Huuuhhh and Jeahhhhh!!!!! Lasst euch dass nicht entgehen!!!!! Ihr merkt uns hat es gefallen und wir können wirklich sagen dass wir traurig sind nicht mehr Zeit zu haben!!!!!

Auckland bei Nacht
Also bis Südamerika!!!!










Danke an alle die uns was zu sagen haben